IT & Digitales · Weiterbildung

Data Analyst werden

Berufsbezeichnung: Data Analyst

Daten auswerten und Entscheidungen im Unternehmen vorbereiten.

Data Analysts machen aus Zahlen verständliche Antworten. Sie werten Unternehmensdaten aus, bauen Dashboards und helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Wenn du aus Controlling, Vertrieb oder Marketing kommst, bringst du das Fachwissen oft schon mit. Eine Weiterbildung von drei bis sechs Monaten ergänzt Werkzeuge wie SQL, Python und Visualisierung.

Analyst sitzt vor einem Bildschirm mit Diagrammen und Kennzahlen
Quereinstiegmittel
Qualifizierung3–6 Monate
Gehalt (Median), brutto5.924 €
Bedarf & Zukunftmittel

Was du in diesem Beruf machst

Data Analysts bereiten Unternehmensdaten auf, erstellen Dashboards und beantworten Fragen wie: Welche Produkte laufen gut? Wo entstehen Kosten?

Wer aus Controlling, Marketing oder Vertrieb kommt, bringt das Fachwissen schon mit. Die Weiterbildung ergänzt SQL, Visualisierung und Grundlagen in Python oder Statistik. Einen anerkannten Berufsabschluss bietet die Umschulung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse.

So sieht ein Arbeitstag aus

Morgens prüfst du, ob die nächtlichen Datenladungen geklappt haben und die Dashboards stimmen. Dann kommt eine Frage aus dem Vertrieb: Warum sind die Bestellungen in einer Region gesunken? Du holst die Daten per SQL aus der Datenbank, bereinigst sie und suchst nach Mustern. Oft arbeitest du mit Excel, Power BI oder Tableau, manchmal mit Python. Am Nachmittag stellst du deine Ergebnisse in einem kurzen Termin vor und erklärst, was sie für die Entscheidung bedeuten. Ein großer Teil der Arbeit ist Datenpflege: fehlende Werte finden, Begriffe sauber definieren und wiederkehrende Berichte automatisieren.

Wo du arbeiten kannst

  • Controlling, Vertrieb und Marketing in Mittelstand und Konzernen
  • Onlinehandel und E-Commerce
  • Banken und Versicherungen
  • Beratungen und IT-Dienstleister
  • Krankenkassen und öffentliche Verwaltung
  • Logistikunternehmen

Passt zu dir, wenn …

  • du gern mit Zahlen arbeitest
  • du Fachwissen aus deinem Vorberuf nutzen willst

Eher nicht, wenn …

  • du lieber mit Menschen als mit Daten arbeitest

So gelingt der Quereinstieg

Am leichtesten gelingt der Wechsel, wenn du schon mit Zahlen arbeitest, etwa im Controlling, Einkauf, Vertrieb oder in der Marktforschung. Dann verbindest du dein Fachwissen mit neuen Werkzeugen. Eine Weiterbildung von drei bis sechs Monaten vermittelt SQL, Visualisierung und Grundlagen in Python oder Statistik. Ein Bildungsgutschein ist möglich, wenn die Agentur für Arbeit den Kurs für dich als sinnvoll einstuft. Arbeitgeber achten stark auf Praxisbeispiele, also auf eigene Projekte oder Auswertungen aus deinem bisherigen Job. Der interne Wechsel ist oft einfacher als eine externe Bewerbung. Mit 45 oder 50 zählt vor allem deine Branchenerfahrung. Wer ganz ohne Zahlenhintergrund kommt, braucht mehr Zeit und sollte die Umschulung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse prüfen.

Wie quereinstiegsfreundlich ist der Beruf?

mittel
Dauer der Qualifizierungkurz
Zugangsvoraussetzungenniedrig
Fachkräftebedarfkein Engpass
Einkommen während der QualifizierungGehalt läuft weiter

Einschätzung der Redaktion auf Basis von Dauer, Zugangsvoraussetzungen, Fachkräftebedarf und Einkommen während der Qualifizierung.

Was du mitbringen solltest

  • Analytisches Denken
  • SQL und Excel
  • Verständnis für Geschäftsprozesse
  • Ergebnisse verständlich präsentieren

Voraussetzungen für den Quereinstieg

  • Studium oder Berufserfahrung mit Zahlen hilfreich
  • Englischkenntnisse
  • Interesse an Statistik

Dein Weg in den Beruf

Dauer: 3–6 Monate

  1. 1
    Grundlagen im Selbststudium testen
  2. 2
    Zertifizierte Weiterbildung (3–6 Monate)
  3. 3
    Eigene Projekte als Portfolio
  4. 4
    Interner Wechsel oder Bewerbung

Wovon du während des Umstiegs lebst

BerufsbegleitendGehalt läuft weiter oder ALG

Gehalt läuft weiter oder ALG

Viele machen die Weiterbildung neben dem Job, teils mit Unterstützung des Arbeitgebers. Wer arbeitslos ist, kann einen Bildungsgutschein bekommen, dann wird das Arbeitslosengeld in der Regel weitergezahlt. Das Weiterbildungsgeld von 150 € gibt es nur bei abschlussorientierten Weiterbildungen wie einer Umschulung.

  • Du behältst dein Gehalt. Du brauchst aber Zeit am Abend oder am Wochenende.
  • Frag deinen Arbeitgeber nach Kostenübernahme. In 14 Bundesländern hast du Anspruch auf Bildungsurlaub.
  • Für Aufstiegsfortbildungen in Teilzeit zahlt das Aufstiegs-BAföG einen Zuschuss zu den Kursgebühren.

Passende Förderprogramme

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Bildungsgutschein und Förderung der beruflichen Weiterbildung. Ob und wie viel du bekommst, klärt verbindlich die Agentur für Arbeit. Wie die Förderung abläuft: Umschulung über die Arbeitsagentur und Bildungsgutschein beantragen.

Was du nach dem Einstieg verdienst

Median: 5.924 €Mittlere Hälfte: 4.732 € bis 7.357 €

Der Median gilt für alle Vollzeitbeschäftigten im Beruf, auch für sehr erfahrene. Als Quereinsteiger startest du meist darunter.

Grundlage: Nächstliegende Gattung: 43353 Berufe in der Datenbankentwicklung und -administration, Spezialist (BERUFENET ordnet Data-Analyst/in hier zu). Stand: 31.12.2025 (Bezugsjahr 2025). Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, aufbereitet von entgeltatlas-online.de (abgeglichen 23.09.2026)

Arbeitsmarkt und Zukunft

Fachkräftebedarf und Zukunftssicherheit

mittel
Aktueller Bedarf an Fachkräfteneher gering
Einstufung in der Engpassanalyse der BAkein Engpass
Zukunftssicherheithoch
Risiko durch KI und Automatisierungmittel

Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5. Der aktuelle Bedarf stützt sich auf die Engpassanalyse und die Arbeitslosenquote der Bundesagentur für Arbeit. Die Zukunftssicherheit berücksichtigt die erwartete Nachfrage und das Risiko durch KI und Automatisierung.

Daten werden in fast allen Branchen genutzt, Auswertungen bleiben gefragt. Der IT-Arbeitsmarkt ist 2025 aber schwieriger geworden. Die BA meldet für IKT-Berufe eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent, den höchsten Wert der letzten Jahre, und nennt den zunehmenden Einsatz von KI als einen Grund. KI übernimmt einfache Abfragen und Standardberichte. Gefragt bleiben Menschen, die Daten sauber aufbereiten, Ergebnisse einordnen und Fachabteilungen beraten.

Arbeitslosenquote

IKT-Berufe insgesamt4,5 %
Alle Berufe6,3 %

Je niedriger die Quote, desto leichter findest du eine Stelle. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht den Wert nur für die Gruppe „IKT-Berufe insgesamt“.

Stand: Jahresdurchschnitt 2025. Quelle: BA-Statistik, Arbeitsmarkt kompakt: IKT-Berufe (Juni 2026); Quote gilt für alle IKT-Berufe zusammen. Gesamtquote: Bundesagentur für Arbeit

Häufige Fragen

Kann ich ohne Studium Data Analyst werden?

Ja. Ein Studium ist keine Pflicht, viele Stellenanzeigen nennen es aber als Wunsch. Mit Berufserfahrung im Fachbereich, einer anerkannten Weiterbildung und einem Portfolio mit echten Auswertungen hast du gute Argumente. Einen staatlich anerkannten Abschluss bietet die IHK-Umschulung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. Sie dauert mit rund zwei Jahren deutlich länger.

Wie viel verdient ein Data Analyst?

Der Entgeltatlas der BA ordnet Data-Analyst/in der Gattung Datenbankentwicklung und -administration auf Spezialistenniveau zu. Dort liegt der Median bei 5.924 € brutto im Monat, das untere Quartil bei 4.732 €, Vollzeit, Bezugsjahr 2025. Der Wert gilt für alle Altersgruppen. Als Einsteiger nach einer Weiterbildung startest du meist darunter.

Brauche ich als Data Analyst Programmierkenntnisse?

SQL brauchst du fast immer, denn damit holst du Daten aus Datenbanken. Excel und ein Visualisierungstool wie Power BI gehören ebenfalls dazu. Python oder R sind bei vielen Stellen ein Plus, für den Einstieg aber nicht überall Pflicht. Genauso wichtig ist, dass du Fragen aus dem Fachbereich verstehst und Ergebnisse verständlich erklärst.

Jobs in der Nähe

Aktuelle Stellen findest du in der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Gib deinen Ort ein, die Suche öffnet sich in einem neuen Tab.

Weiterführende Informationen

Quellen und Stand der Daten

  1. Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, aufbereitet von entgeltatlas-online.de (abgeglichen 23.09.2026). entgeltatlas-online.de/beruf/berufe-in-der-datenbankentwicklung-und-ad…
  2. Arbeitsmarkt: BA-Statistik, Arbeitsmarkt kompakt: IKT-Berufe (Juni 2026); Quote gilt für alle IKT-Berufe zusammen. statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-i…
  3. Einkommen im Umstieg: Bundesagentur für Arbeit, Bildungsgutschein und Förderung der beruflichen Weiterbildung. www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/bildungsgutschein
  4. Arbeitslosenquote alle Berufe: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Arbeitsmarkt im September 2026 (30.09.2026); Jahresrückblick 2025. www.arbeitsagentur.de/presse/2026-37-arbeitsmarkt-im-september-2026

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