IT & Digitales · Umschulung

Umschulung zum Mediengestalter

Berufsbezeichnung: Mediengestalterin / Mediengestalter Digital und Print

Flyer, Websites und Layouts für Print und digitale Medien gestalten.

Mediengestalterinnen und Mediengestalter Digital und Print gestalten Flyer, Broschüren, Websites und Grafiken für Social Media. Sie setzen Texte und Bilder in Layouts um und bereiten Dateien für Druck oder Web vor. Eine Umschulung zum Mediengestalter dauert meist 24 Monate und endet mit der IHK-Prüfung. Der Arbeitsmarkt ist umkämpft, und KI verändert den Beruf spürbar.

Mediengestalterin zeichnet am Grafiktablett, auf dem Monitor ein Layout
Foto: pixelshot
Quereinstiegmittel
Qualifizierungca. 24 Monate
Gehalt (Median), brutto4.572 €
Bedarf & Zukunfteher gering

Was du in diesem Beruf machst

Mediengestalter arbeiten an der Schnittstelle von Gestaltung und Technik. Sie entwerfen Layouts, bearbeiten Bilder, setzen Texte und prüfen Druckdaten. Im digitalen Bereich gestalten sie Webseiten, Banner und Newsletter. Gearbeitet wird mit Programmen wie InDesign, Photoshop und Illustrator, oft auch mit HTML und CSS.

Die Ausbildung ist bundesweit geregelt und dauert regulär drei Jahre. Es gibt drei Fachrichtungen: Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung sowie Gestaltung und Technik. Als Umschulung dauert sie meist 24 Monate und endet mit der Prüfung vor der IHK. Bildungsträger setzen Schwerpunkte wie Digitalmedien oder Printmedien.

So sieht ein Arbeitstag aus

Morgens schaust du in die Aufträge des Tages. Ein Kunde braucht einen neuen Flyer, ein anderer Grafiken für Social Media. Du sprichst mit der Projektleitung über Ziel, Format und Termin. Dann setzt du das Layout, wählst Schriften und Bilder und bearbeitest Fotos. Den Entwurf schickst du zur Abstimmung und arbeitest Korrekturen ein. Für den Druck prüfst du Farben, Auflösung und Beschnitt. Im Webbereich passt du Seiten im Content-Management-System an. KI-Werkzeuge helfen beim Freistellen von Bildern oder bei ersten Ideen. Die Arbeit findet fast nur am Bildschirm statt. Vor Abgabeterminen kann es eng werden.

Wo du arbeiten kannst

  • Werbe- und Designagenturen
  • Druckereien und Verlage
  • Marketingabteilungen von Unternehmen
  • Online-Redaktionen
  • Öffentliche Einrichtungen
  • Selbstständig als Grafikdesigner/in

Passt zu dir, wenn …

  • du gern gestaltest und ein Auge für Details hast
  • du gern am Computer arbeitest
  • du mit Feedback und Korrekturschleifen gut umgehen kannst

Eher nicht, wenn …

  • du einen Beruf mit sicherer Nachfrage und hohem Gehalt suchst

So gelingt der Quereinstieg

Die Umschulung dauert meist 24 Monate in Vollzeit und endet mit der IHK-Prüfung. Viele Bildungsträger verbinden den Unterricht mit einem Praktikum in einem Betrieb. Die Kosten kann die Agentur für Arbeit mit einem Bildungsgutschein übernehmen. Gute Voraussetzungen bringen Menschen aus Druck, Verlag, Marketing, Fotografie oder Büro mit. Ein Portfolio mit eigenen Arbeiten hilft bei Bewerbungen sehr. Sei realistisch: Der Arbeitsmarkt ist umkämpft, und die Gehälter sind eher niedrig. Mit 40 oder 50 hast du bessere Chancen, wenn du Gestaltung mit Wissen aus deiner bisherigen Branche verbindest. Kenntnisse in Webgestaltung, Video oder barrierefreien Dokumenten erweitern deine Möglichkeiten.

Wie quereinstiegsfreundlich ist der Beruf?

mittel
Dauer der Qualifizierunglang
Zugangsvoraussetzungenniedrig
Fachkräftebedarfkeine Einstufung
Einkommen während der Qualifizierungüber Förderung

Einschätzung der Redaktion auf Basis von Dauer, Zugangsvoraussetzungen, Fachkräftebedarf und Einkommen während der Qualifizierung.

Was du mitbringen solltest

  • Gespür für Farben, Schrift und Layout
  • Sicherer Umgang mit Grafiksoftware
  • Sorgfalt bei technischen Details
  • Kundenwünsche verstehen und umsetzen

Voraussetzungen für den Quereinstieg

  • Mittlerer Schulabschluss oder höher (je nach Bildungsträger)
  • Gute Deutschkenntnisse und sichere Rechtschreibung
  • Sicherer Umgang mit dem PC
  • Eigene gestalterische Arbeitsproben sind hilfreich

Dein Weg in den Beruf

Dauer: ca. 24 Monate Umschulung mit IHK-Prüfung (reguläre Ausbildung: 3 Jahre)

  1. 1
    Mit kostenlosen Tutorials erste eigene Arbeiten erstellen
  2. 2
    Beratung und Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit
  3. 3
    Umschulung mit Praktikum (ca. 24 Monate)
  4. 4
    IHK-Abschlussprüfung und Portfolio für Bewerbungen

Wovon du während des Umstiegs lebst

FörderungALG + 150 € im Monat, Prämien 1.000 € und 1.500 €

Arbeitslosengeld + Weiterbildungsgeld

Mit Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten. Dein Arbeitslosengeld läuft weiter, dazu kommen 150 € Weiterbildungsgeld im Monat. Für die bestandene Zwischenprüfung gibt es 1.000 €, für die IHK-Abschlussprüfung 1.500 €.

  • Mit Bildungsgutschein zahlt die Agentur für Arbeit den Kurs.
  • Dein Arbeitslosengeld läuft während der Weiterbildung weiter. Zwei Tage Weiterbildung verbrauchen nur einen Tag deines Anspruchs.
  • Bei einer Umschulung kommen 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat dazu. Für bestandene Prüfungen gibt es 1.000 und 1.500 Euro.
  • Als Beschäftigte oder Beschäftigter bekommst du Förderung über deinen Arbeitgeber oder das Qualifizierungsgeld.

Passende Förderprogramme

Quelle: Verwaltungsportal des Bundes: Weiterbildungsförderung mit Bildungsgutschein; § 87a SGB III. Ob und wie viel du bekommst, klärt verbindlich die Agentur für Arbeit. Wie die Förderung abläuft: Umschulung über die Arbeitsagentur und Bildungsgutschein beantragen.

Was du nach dem Einstieg verdienst

Median: 4.572 €Mittlere Hälfte: 3.616 € bis 5.960 €

Der Median gilt für alle Vollzeitbeschäftigten im Beruf, auch für sehr erfahrene. Als Quereinsteiger startest du meist darunter.

Grundlage: KldB 23212, Vollzeitbeschäftigte, Deutschland, alle Altersgruppen, Median und Quartile. Stand: 31.12.2025 (Bezugsjahr 2025). Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitsmarkt und Zukunft

Fachkräftebedarf und Zukunftssicherheit

eher gering
Aktueller Bedarf an Fachkräfteneher gering
Einstufung in der Engpassanalyse der BAkeine Einstufung
Zukunftssicherheiteher gering
Risiko durch KI und Automatisierunghoch

Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5. Der aktuelle Bedarf stützt sich auf eine Einschätzung der Redaktion, weil die Bundesagentur für Arbeit diesen Beruf nicht eigens bewertet. Die Zukunftssicherheit berücksichtigt die erwartete Nachfrage und das Risiko durch KI und Automatisierung.

Der Beruf steht unter Druck. KI-Programme erzeugen Bilder, Layouts und Varianten in Sekunden, einfache Aufträge fallen dadurch weg. In der Fachkräfteengpassanalyse 2025 wird die Mediengestaltung nicht unter den Engpassberufen genannt. Das Medianentgelt liegt laut Entgeltatlas bei 4.572 € brutto. Gefragt bleiben Menschen, die Kunden beraten, Marken sicher umsetzen und Druck- und Webtechnik beherrschen.

Arbeitslosenquote

Für diesen Beruf veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit keine eigene Arbeitslosenquote. Zum Vergleich: Über alle Berufe lag die Quote im Jahresdurchschnitt 2025 bei 6,3 %.

Stand: 2025. Quelle: BA-Presseinfo 32/2026 zur Fachkräfteengpassanalyse 2025: Mediengestaltung nicht unter den genannten Engpassberufen; Einzelwert für 2321 nicht geprüft. Gesamtquote: Bundesagentur für Arbeit

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Umschulung zum Mediengestalter noch?

Das hängt von deinen Zielen ab. Die Umschulung dauert meist 24 Monate und endet mit einem anerkannten IHK-Abschluss. Der Arbeitsmarkt ist aber umkämpft, und KI übernimmt einfache Gestaltungsaufgaben. Gute Chancen hast du mit digitalem Schwerpunkt, Erfahrung aus einer Branche und einem starken Portfolio. Sprich vorher mit Agenturen oder Marketingabteilungen in deiner Region über deren Bedarf.

Kann ich mit 45 noch Mediengestalter werden?

Ja, ein Höchstalter gibt es nicht. Die Umschulung kann die Agentur für Arbeit mit einem Bildungsgutschein fördern. Rechne mit viel Software-Training und einem Praktikum. Ältere Umsteiger punkten mit Kundenerfahrung, Organisation und Branchenwissen. Interessant sind Marketingabteilungen von Unternehmen, in denen Gestaltung und Fachwissen zusammenkommen. Ein Portfolio mit eigenen Projekten zählt bei der Bewerbung mehr als das Alter.

Wie viel verdient ein Mediengestalter?

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt der Median bei 4.572 € brutto im Monat in Vollzeit. Die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.616 € und 5.960 €. Der Wert gilt für alle Beschäftigten, auch für sehr erfahrene. Für Berufseinsteiger nach der Umschulung liegt das Gehalt oft im unteren Bereich.

Jobs in der Nähe

Aktuelle Stellen findest du in der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Gib deinen Ort ein, die Suche öffnet sich in einem neuen Tab.

Weiterführende Informationen

Quellen und Stand der Daten

  1. Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/7015
  2. Arbeitsmarkt: BA-Presseinfo 32/2026 zur Fachkräfteengpassanalyse 2025: Mediengestaltung nicht unter den genannten Engpassberufen; Einzelwert für 2321 nicht geprüft. www.arbeitsagentur.de/presse/2026-32-fachkraefte-bleiben-knapp-zuwande…
  3. Einkommen im Umstieg: Verwaltungsportal des Bundes: Weiterbildungsförderung mit Bildungsgutschein; § 87a SGB III. verwaltung.bund.de/leistungsverzeichnis/de/leistung/99007025017000
  4. Arbeitslosenquote alle Berufe: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Arbeitsmarkt im September 2026 (30.09.2026); Jahresrückblick 2025. www.arbeitsagentur.de/presse/2026-37-arbeitsmarkt-im-september-2026

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