Handwerk & Technik · Weiterbildung

PV-Monteur werden

Berufsbezeichnung: PV-Monteurin / PV-Monteur

Photovoltaik- und Speicheranlagen auf Dächern montieren.

Als PV-Monteur baust du Solaranlagen auf Dächern und leistest einen direkten Beitrag zur Energiewende. Du montierst Gestelle und Module und verlegst Leitungen, den Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Viele Betriebe stellen ohne Vorkenntnisse ein und lernen dich im Team an. Du verdienst also von Anfang an. Schwindelfreiheit und Freude an Arbeit im Freien solltest du mitbringen.

Monteur mit Schutzhelm befestigt Solarmodule auf einem Dach
Quereinstiegsehr hoch
Qualifizierungwenige Wochen
Gehalt (Median), brutto3.967 €
Bedarf & Zukunftsehr hoch

Was du in diesem Beruf machst

PV-Monteure bauen Unterkonstruktionen, setzen Module und verlegen die Leitungen bis zum Wechselrichter. Den elektrischen Anschluss ans Netz übernimmt eine Elektrofachkraft.

Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele Betriebe stellen ohne Vorkenntnisse ein und qualifizieren im Job, oft ergänzt durch kurze Lehrgänge. Der geschützte Titel Solarteur ist eine Weiterbildung für Handwerker mit Berufsabschluss.

So sieht ein Arbeitstag aus

Morgens triffst du dein Team am Lager. Ihr ladet Module, Schienen und Werkzeug in den Transporter und fahrt zur Baustelle. Dort baut ihr zuerst Gerüst oder Absturzsicherung auf. Danach montierst du Dachhaken und Schienen, trägst Module aufs Dach und schraubst sie fest. Du verlegst Kabel bis zum Wechselrichter und hältst Ordnung auf der Baustelle. Ein Einfamilienhaus schafft ein Team oft an einem oder zwei Tagen. Bei großen Freiflächenanlagen arbeitest du wochenlang an einem Ort. Die Arbeit ist körperlich und findet draußen statt, auch bei Wind und Kälte. Bei Gewitter oder Glätte ruht die Arbeit auf dem Dach.

Wo du arbeiten kannst

  • Solarfachbetriebe und PV-Installateure
  • Elektroinstallationsbetriebe
  • Dachdecker- und Zimmereibetriebe mit Solarsparte
  • Projektierer von Freiflächen-Solarparks
  • Energieversorger und Stadtwerke mit eigenem Montageteam

Passt zu dir, wenn …

  • du draußen arbeiten willst
  • du schnell einsteigen möchtest

Eher nicht, wenn …

  • du Höhenangst hast

So gelingt der Quereinstieg

Der Einstieg gelingt meist direkt über eine Bewerbung bei einem Solarbetrieb. Ein Probetag zeigt beiden Seiten schnell, ob es passt. Hilfreich sind Erfahrungen aus Bau, Handwerk, Gerüstbau, Lager oder Landwirtschaft. Wichtig sind Schwindelfreiheit, Fitness und ein Führerschein der Klasse B. Elektrische Arbeiten am Netzanschluss darfst du ohne Elektroausbildung nicht übernehmen. Wer langfristig mehr verdienen will, kann später über Teilqualifizierung oder Umschulung den Gesellenbrief als Elektroniker erwerben. Mit 40 ist der Einstieg gut machbar. Mit 50 oder älter solltest du ehrlich prüfen, ob dein Körper die Arbeit auf dem Dach dauerhaft mitmacht. Manche wechseln später ins Lager, in die Planung oder in den Service.

Wie quereinstiegsfreundlich ist der Beruf?

sehr hoch
Dauer der Qualifizierungkurz
Zugangsvoraussetzungenniedrig
Fachkräftebedarfkeine Einstufung
Einkommen während der Qualifizierungja

Einschätzung der Redaktion auf Basis von Dauer, Zugangsvoraussetzungen, Fachkräftebedarf und Einkommen während der Qualifizierung.

Was du mitbringen solltest

  • Schwindelfreiheit
  • Teamarbeit auf der Baustelle
  • Handwerkliches Geschick
  • Wetterfestigkeit

Voraussetzungen für den Quereinstieg

  • Kein Abschluss vorgeschrieben
  • Führerschein Klasse B
  • Körperliche Fitness

Dein Weg in den Beruf

Dauer: wenige Tage bis einige Wochen, dazu Einarbeitung im Betrieb

  1. 1
    Probearbeiten bei einem Solarbetrieb
  2. 2
    Einarbeitung im Montageteam, oft mit kurzem Lehrgang zu PV-Grundlagen und Arbeitssicherheit
  3. 3
    Schulung für Arbeiten in der Höhe und Absturzsicherung
  4. 4
    Optional: Teilqualifizierung oder Umschulung zum Elektroniker

Wovon du während des Umstiegs lebst

Bezahltmindestens 13,90 € pro Stunde (Mindestlohn 2026)

Gehalt ab dem ersten Tag

Viele Solarbetriebe stellen ohne Vorkenntnisse ein und lernen dich im Montageteam an. Du bekommst von Anfang an Lohn. Untergrenze ist der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde.

  • Du verdienst von Anfang an Geld, weil du angestellt bist.
  • Prüfe, ob das Einstiegsgehalt zu deinen Fixkosten passt. Vergleichswerte findest du im Entgeltatlas.
  • Bietet der Betrieb Weiterbildung an, kann die Agentur für Arbeit Kurs und Lohn bezuschussen.

Passende Förderprogramme

Quelle: Bundesregierung: Mindestlohn jetzt bei 13,90 Euro. Ob und wie viel du bekommst, klärt verbindlich die Agentur für Arbeit. Wie die Förderung abläuft: Umschulung über die Arbeitsagentur und Bildungsgutschein beantragen.

Was du nach dem Einstieg verdienst

Median: 3.967 €Mittlere Hälfte: 3.212 € bis 5.222 €

Der Median gilt für alle Vollzeitbeschäftigten im Beruf, auch für sehr erfahrene. Als Quereinsteiger startest du meist darunter.

Grundlage: Vollzeitbeschäftigte, Deutschland, alle Altersgruppen, Median und Quartile. Stand: 31.12.2025 (Bezugsjahr 2025). Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitsmarkt und Zukunft

Fachkräftebedarf und Zukunftssicherheit

sehr hoch
Aktueller Bedarf an Fachkräftensehr hoch
Einstufung in der Engpassanalyse der BAkeine Einstufung
Zukunftssicherheitsehr hoch
Risiko durch KI und Automatisierungniedrig

Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5. Der aktuelle Bedarf stützt sich auf eine Einschätzung der Redaktion, weil die Bundesagentur für Arbeit diesen Beruf nicht eigens bewertet. Die Zukunftssicherheit berücksichtigt die erwartete Nachfrage und das Risiko durch KI und Automatisierung.

Für PV-Montage gibt es in der Engpassanalyse der Bundesagentur keine eigene Berufsgruppe. Die nah verwandte Bauelektrik ist 2025 als Engpassberuf eingestuft. Solaranlagen auf Dächern, Speicher und Solarparks brauchen weiter Montagekräfte. Die Nachfrage hängt aber auch von Förderung und Strompreisen ab. Wer zusätzlich eine elektrotechnische Qualifikation erwirbt, ist auf Dauer breiter aufgestellt.

Arbeitslosenquote

Für diesen Beruf veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit keine eigene Arbeitslosenquote. Zum Vergleich: Über alle Berufe lag die Quote im Jahresdurchschnitt 2025 bei 6,3 %.

Stand: 2025. Quelle: BA-Statistik, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (keine eigene Berufsgattung für PV-Montage; Bauelektrik 2621 als Engpassberuf eingestuft). Gesamtquote: Bundesagentur für Arbeit

Häufige Fragen

Kann ich ohne Ausbildung PV-Monteur werden?

Ja. Für die mechanische Montage von Solaranlagen ist kein Berufsabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen Quereinsteiger ein und lernen sie im Team an. Wichtig sind Schwindelfreiheit, Teamfähigkeit und körperliche Fitness. Den Anschluss an das Stromnetz darf nur eine Elektrofachkraft übernehmen. Diesen Teil machst du also erst mit einer passenden Qualifikation.

Was verdient ein PV-Monteur?

Das hängt von Region, Betrieb und Erfahrung ab. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt der Median bei 3.967 € brutto im Monat in Vollzeit. Die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.212 € und 5.222 €. Zum Start liegt der Lohn oft darunter. Die gesetzliche Untergrenze ist der Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde im Jahr 2026.

Bin ich mit 50 zu alt für die Montage auf dem Dach?

Ein Höchstalter gibt es nicht. Entscheidend ist deine Gesundheit. Du trägst Module, kniest auf Dächern und arbeitest bei jedem Wetter. Wenn du fit bist und Höhe gut verträgst, kannst du einsteigen. Ein Probearbeitstag zeigt dir schnell, ob die Belastung passt. Plane mittelfristig einen Weg in Service, Lager oder Planung mit ein.

Jobs in der Nähe

Aktuelle Stellen findest du in der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Gib deinen Ort ein, die Suche öffnet sich in einem neuen Tab.

Weiterführende Informationen

Quellen und Stand der Daten

  1. Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/33198
  2. Arbeitsmarkt: BA-Statistik, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (keine eigene Berufsgattung für PV-Montage; Bauelektrik 2621 als Engpassberuf eingestuft). www.frauundberuf-bw.de/fileadmin/FuB-contentbilder/themen/2025_BA-FK-E…
  3. Einkommen im Umstieg: Bundesregierung: Mindestlohn jetzt bei 13,90 Euro. www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-steigt-2391010
  4. Arbeitslosenquote alle Berufe: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Arbeitsmarkt im September 2026 (30.09.2026); Jahresrückblick 2025. www.arbeitsagentur.de/presse/2026-37-arbeitsmarkt-im-september-2026

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